Eigentlich sieht es ja in Lettland nicht ganz so gut aus mit auswärts vegan essen gehen. In der Hauptstadt Riga ist das allerdings kein allzu großes Problem und mittlerweile habe ich auch meinen Lieblingsort gefunden - das Restaurant "Raw Garden" ❤ Es ist gut zu erreichen und bietet eine Menge Köstlichkeiten :)
Vielleicht habt ihr es euch bei dem Namen des Restaurants schon gedacht: Fast alle Gerichte sind roh sind. Das heißt, sie werden bis höchstens 42 Grad erhitzt. Der Raw Garden bezeichnet sich selbst auch als "leading health food restaurant in Latvia". Wer sich das langweilig vorstellt und nur an Karottensticks mit Dip denkt, hat weit gefehlt ;)
Von 11 - 15 Uhr gibt es das Angebot, dass du eine Suppe und ein Hauptgericht für insgesamt nur 6,50 € bekommt. Dazu gibt es zwei Menüs zur Auswahl: Einmal ein rohes Menü und einmal ein gekochtes veganes Menü. Weiterhin warten viele leckere Smoothies (auch grüne) auf euch. Außerdem gibt es viiiiele süße Köstlichkeiten wie zum Beispiel rohe Raffaellos, Avocado- oder Cashewkuchen und eine Menge Pralinen. Aber Achtung: Das Restaurant benutzt Honig, dass ist die einzige unvegane Zutat dort. Bei den Pralinen sind die Zutaten allerdings gleich dazu geschrieben. Wer Honig vermeiden möchte, sollte auf das Wort Medus (= Honig) achten. Ansonsten werden nach eigenen Aussagen weitgehend lokale, biologische und saisonale Lebensmittel benutzt und alle Gerichte sind glutenfrei.
Und noch dazu finde ich das Personal superfreundlich. Das Mittagsmenü ist zwar nur auf Lettisch angeschrieben, aber die Mitarbeiter sprechen alle Englisch und werden es euch gerne übersetzen :) Die normale Karte, die jede Menge leckere Smoothies enthält, ist allerdings auch auf Englisch übersetzt, sodass ihr hier keine Probleme haben werdet. Leider liegt sie nur vorne an der Theke aus, sodass ihr sie euch nicht wirklich "in Ruhe" anschauen könnt.
Das Restaurant bietet außerdem Kochkurse an. Da ich allerdings davon ausgehe, dass die meisten von euch die Unterrichtssprache Lettisch nicht verstehen, dürfte das nicht allzu interessant sein. Weiterhin findet ihr hier einige Superfoods und andere vegane Lebensmittel, zum Beispiel Agavendicksaft (sonst nicht ganz so einfach in Lettland zu finden).
Insgesamt: Definitiv hingehen! Wie gesagt, es ist mein Lieblingsrestaurant/Café in Riga und wenn ich Riga verlasse, werde ich es wohl echt vermissen!
Öffnungszeiten (Stand Oktober 2014):
Montag bis Freitag: 8.30 - 21.00 Uhr
Samstag: 11.00 - 21.00 Uhr
Sonntag: 11.00 - 19.00 Uhr
Adresse: Skolas iela 12, LV-1010 Riga
Anfahrt:
Die meisten Touristen halten sich in der Altstadt von Riga auf. Von dort aus seid ihr in etwa 15 Minuten beim Raw Garden. Zuerst geht ihr zum Monument of Freedom (Freiheitsstatue Lettland). Wenn ihr nun die Freiheitsstatue von vorne seht, geht ihr gerade aus (an der Statue vorbei) bis zur Elizabetes iela. Dass ist die Straße, wo das Radisson Blu ist. (Hier lohnt sich übrigens ein Besuch in der Bar. Diese ist im obersten Stock und bietet einen super Blick über die Stadt. Die beste Aussicht hat man übrigens von den Frauentoiletten aus ;D). Hier geht ihr nach links, also am Radisson Blu vorbei und biegt in die zweite Straße links (Skolas iela) ein. Nach kurzer Zeit findet ihr auf der rechten Straßenseite den Raw Garden.
Website: www.rawgarden.lv
Facebook: https://www.facebook.com/RawGarden
Es gibt noch eine zweite (kleinere) Filiale im Einkaufszentrum "Spice" in der Lielirbes iela 29. Täglich geöffnet von 10.00 - 22.00 Uhr.
Ein Blog mit veganen, landestypischen Rezepten aus Deutschland und der ganzen Welt, Reiseberichten, Veranstaltungshinweisen und Reisetipps :)
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Sonntag, 26. Oktober 2014
Montag, 20. Oktober 2014
Ein Besuch bei "Taimetoitlane" Therese in Estland
Estland? Wo ist das nochmal? Ach ja, irgendwo bei Russland neben Litauen und Lettland oder? - Wahrscheinlich wissen die meisten von euch nicht viel über das kleine Land mit der komplizierten Sprache. (Estnisch ist nur mit Finnisch verwandt und für uns ist es ein Alptraum die Sprache zu lernen ;)).
Vor einigen Wochen durfte ich jedoch dieses schöne Land besuchen und auch eine junge Veganerin aus Estland kennenlernen. Und nachdem ich bereits vor etwa zwei Monaten Alina nach einem Interview gefragt habe, hat sich auch Therese schnell dazu bereiterklärt. Sie erzählt euch heute etwas über ihr Heimatland, ihre Reisen und wie sie Veganerin wurde.
Zuerst findet ihr die Orginalversion (Englisch), wer das Interview lieber auf Deutsch lesen möchte, muss einfach nur ein wenig nach unten scrollen.
Viel Spaß beim Lesen und vielen lieben Dank an Therese :)
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No, I'm originally from the biggest island in Estonia which is called Hiiumaa.
You’re vegan as well, but before you have been vegetarian for 5 years. In Germany and Switzerland you’ll find a lot vegans and vegetarians and you lived in these countries for a certain time. Were these people catalysts for you? Or why did you decide to go vegan after being such a long time vegetarian?
I was vegetarian about 5 years before going vegan. It was quite gradual but very definite decision for me. Here played all the possible reasons a role: starting with ethical and environmental side of it and finishing with health related personal food intolerance.
Living in Germany and Switzerland definitely triggered my decision to leave consuming animal products behind. As it is also quite easy to find vegan friendly products over there.
Do you think veganism or vegetarianism is common in Estonia? How do the people in a restaurant react if you ask for a vegan dish. Do they know the word?
Well, I think there will be more and more of us every day. Though generally, people's concept about non-meat eaters is a bit fuzzy as meat and milk products is “culturally” so popular, some believe there isn't a “real” dish without any animal products. Sometimes it can be tricky eating vegan in a restaurant or a bar as there is sometimes even a simple salad made with mayonese. You need to know where you go and need to ask what do they really have as ingredients. They mix up vegans, vegetarians and raw vegans as there is pretty much only one word for all three: “Taimetoitlane” (lit. plant-eater).
Hallo Therese, schön dich kennenzulernen. Du wohnst in Tartu, der zweitgrößten Stadt Estlands. Wohnst du schon immer hier?
Nein, ursprünglich komme ich aus einer der größten Inseln Estlands, nämlich von der Insel Hiiumaa.
Du bist auch Veganerin, warst aber 5 Jahre Vegetarierin. In Deutschland und der Schweiz gibt es ja so einige Veganer und Vegetarier. Da du bereits für einige Zeit in diesen Ländern gewohnt hast: Bist du dadurch zum Veganismus gekommen? Beziehungsweise wieso hast du dich nach so langer Zeit als Vegetarierin doch dazu entschieden Veganerin zu werden?
Ja, ich war etwa 5 Jahre Vegetarierin bevor ich vegan wurde. Das war eine allmähliche, aber eindeutige Entscheidung für mich. Die Gründe waren vielfältig: Angefangen von den ethischen und ökologischen Gründen bis zu den gesundheitlichen Gründen, die auch Allergien meinerseits einschließen.
Dass ich in Deutschland und der Schweiz gewohnt habe, hat mich definitiv beeinflusst. Dort ist es ziemlich einfach vegane Produkte zu finden.
Denkst du, dass vegane bzw. vegetarische Ernährung in Estland weit verbreitet ist? Wenn du in einem Restaurant nach einem veganen Gericht fragst, wissen die Leute was „vegan“ heißt?
Ich denke, es wird immer mehr und mehr von uns geben. Aber generell: Das Konzept von Vegetariern und Veganern ist eher unbekannt, da Fleisch und Milch "kulturell bedingt" so beliebt sind, dass einige Menschen denken, dass es kein "echtes" Gericht ohne tierische Produkte gibt. Manchmal ist es kniffelig vegan in einem Restaurant oder ein Bar zu essen, da manchmal selbst Salat mit tierischer Majonaise zubereitet wird. Du musst also wissen, wohin du gehen kannst und du musst nach allen Zutaten fragen. Die Menschen verwechseln Veganer, Vegetarier und Rohveganer leicht, da es nur ein Wort für alle drei gibt: "Taimetoitlane" (wörtlich Pflanzenfresser).
Wie würdest du die Menschen in Estland beschreiben? Was gefällt dir an Estland am besten?
Esten sind typisch nordisch: ein bisschen schüchtern und reserviert. Dennoch haben sie keine Komplexe im Bezug auf ihren Körper, da sie nackt in eine gemischte Saune gehen oder in Seen schwimmen. Und wenn du sie erstmal näher kennenlernst, sind sie zuverlässig und vertrauenswürdig.
Hast du einen Lieblingsort in Estland?
Natürlich Hiiumaa! Ich liebe das Meer, den Wald und den Frieden, den man nirgends in dieser Perfektion finden kann.
Reist du selbst auch gerne? Wenn ja, gibt es ein Reiseerlebnis, was dir sicher noch sehr lange im Gedächtnis bleibt?
Zahlreiche Hitchhiking Trips in Mittel- und Südeuropa waren sehr besonders. Sich selbst verlieren in Zeitlosigkeit. Einfach an der Straße stehen oder an einem Ort sein, wo ein netter Einheimischer mich hingebracht hat und den ich mit Bus und Bahn nie sehen würde.
Einen Tipp, den du Reisenden in Estland geben möchtest?
In Tartu ist es ein wenig kompliziert ein komplett veganes Restaurant/Café zu finden. Aber ich würde Asian Chef (http://www.asianchef.ee/1/?lang=en) und Vilde Tervisekohvik (http://www.tervisekohvik.ee/eng/) empfehlen. In Tallinn gibt es verschiedene Orte, aber der beste ist das vegane Restaurant V: (http://veganrestoran.ee/)
Vor einigen Wochen durfte ich jedoch dieses schöne Land besuchen und auch eine junge Veganerin aus Estland kennenlernen. Und nachdem ich bereits vor etwa zwei Monaten Alina nach einem Interview gefragt habe, hat sich auch Therese schnell dazu bereiterklärt. Sie erzählt euch heute etwas über ihr Heimatland, ihre Reisen und wie sie Veganerin wurde.
Zuerst findet ihr die Orginalversion (Englisch), wer das Interview lieber auf Deutsch lesen möchte, muss einfach nur ein wenig nach unten scrollen.
Viel Spaß beim Lesen und vielen lieben Dank an Therese :)
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English Version
Dear Therese, nice to meet you! You live in Tartu, the second largest city in Estonia. Have you always lived here?No, I'm originally from the biggest island in Estonia which is called Hiiumaa.
You’re vegan as well, but before you have been vegetarian for 5 years. In Germany and Switzerland you’ll find a lot vegans and vegetarians and you lived in these countries for a certain time. Were these people catalysts for you? Or why did you decide to go vegan after being such a long time vegetarian?
I was vegetarian about 5 years before going vegan. It was quite gradual but very definite decision for me. Here played all the possible reasons a role: starting with ethical and environmental side of it and finishing with health related personal food intolerance.
Living in Germany and Switzerland definitely triggered my decision to leave consuming animal products behind. As it is also quite easy to find vegan friendly products over there.
Do you think veganism or vegetarianism is common in Estonia? How do the people in a restaurant react if you ask for a vegan dish. Do they know the word?
Well, I think there will be more and more of us every day. Though generally, people's concept about non-meat eaters is a bit fuzzy as meat and milk products is “culturally” so popular, some believe there isn't a “real” dish without any animal products. Sometimes it can be tricky eating vegan in a restaurant or a bar as there is sometimes even a simple salad made with mayonese. You need to know where you go and need to ask what do they really have as ingredients. They mix up vegans, vegetarians and raw vegans as there is pretty much only one word for all three: “Taimetoitlane” (lit. plant-eater).
How would you describe the people in Estonia? What do you like most about Estonia?
Estonians are quite typical northeners being a bit shy and reserved. Saying that, they don't have any complexes about their bodies, because they go naked into mixed-sauna and swimming in forest-lakes. Though once you make friends with them they are reliable and trustworthy.
Do you have a favourite place in Estonia?
Hiiumaa obviously! I love the sea, forest and peace which in no-where else found in such perfectness.
Do you also like travelling? If so, do you remember an experience you will never forget?
Various hitchhiking trips in middle and southern Europe have been very special. Losing yourself in timelessness. Just standing by the road or being just some random place you've just been brought to some friendly locals seeing places you wouldn't ever see travelling by bus or train.
Do you have any advice you would like to give to other travelers in Estonia?
In Tartu it is a bit complicated to find some pure vegan places. But I would recommend Asian Chef (http://www.asianchef.ee/1/?lang=en) and Vilde Tervisekohvik (http://www.tervisekohvik.ee/eng/). In Tallinn there are various places but the best is Vegan restaurant V (http://veganrestoran.ee)
In Tartu it is a bit complicated to find some pure vegan places. But I would recommend Asian Chef (http://www.asianchef.ee/1/?lang=en) and Vilde Tervisekohvik (http://www.tervisekohvik.ee/eng/). In Tallinn there are various places but the best is Vegan restaurant V (http://veganrestoran.ee)
Thank you very much for your time!
Deutsche Version
Hallo Therese, schön dich kennenzulernen. Du wohnst in Tartu, der zweitgrößten Stadt Estlands. Wohnst du schon immer hier?
Nein, ursprünglich komme ich aus einer der größten Inseln Estlands, nämlich von der Insel Hiiumaa.
Du bist auch Veganerin, warst aber 5 Jahre Vegetarierin. In Deutschland und der Schweiz gibt es ja so einige Veganer und Vegetarier. Da du bereits für einige Zeit in diesen Ländern gewohnt hast: Bist du dadurch zum Veganismus gekommen? Beziehungsweise wieso hast du dich nach so langer Zeit als Vegetarierin doch dazu entschieden Veganerin zu werden?
Ja, ich war etwa 5 Jahre Vegetarierin bevor ich vegan wurde. Das war eine allmähliche, aber eindeutige Entscheidung für mich. Die Gründe waren vielfältig: Angefangen von den ethischen und ökologischen Gründen bis zu den gesundheitlichen Gründen, die auch Allergien meinerseits einschließen.
Dass ich in Deutschland und der Schweiz gewohnt habe, hat mich definitiv beeinflusst. Dort ist es ziemlich einfach vegane Produkte zu finden.
Denkst du, dass vegane bzw. vegetarische Ernährung in Estland weit verbreitet ist? Wenn du in einem Restaurant nach einem veganen Gericht fragst, wissen die Leute was „vegan“ heißt?
Ich denke, es wird immer mehr und mehr von uns geben. Aber generell: Das Konzept von Vegetariern und Veganern ist eher unbekannt, da Fleisch und Milch "kulturell bedingt" so beliebt sind, dass einige Menschen denken, dass es kein "echtes" Gericht ohne tierische Produkte gibt. Manchmal ist es kniffelig vegan in einem Restaurant oder ein Bar zu essen, da manchmal selbst Salat mit tierischer Majonaise zubereitet wird. Du musst also wissen, wohin du gehen kannst und du musst nach allen Zutaten fragen. Die Menschen verwechseln Veganer, Vegetarier und Rohveganer leicht, da es nur ein Wort für alle drei gibt: "Taimetoitlane" (wörtlich Pflanzenfresser).
Wie würdest du die Menschen in Estland beschreiben? Was gefällt dir an Estland am besten?
Esten sind typisch nordisch: ein bisschen schüchtern und reserviert. Dennoch haben sie keine Komplexe im Bezug auf ihren Körper, da sie nackt in eine gemischte Saune gehen oder in Seen schwimmen. Und wenn du sie erstmal näher kennenlernst, sind sie zuverlässig und vertrauenswürdig.
Hast du einen Lieblingsort in Estland?
Natürlich Hiiumaa! Ich liebe das Meer, den Wald und den Frieden, den man nirgends in dieser Perfektion finden kann.
Reist du selbst auch gerne? Wenn ja, gibt es ein Reiseerlebnis, was dir sicher noch sehr lange im Gedächtnis bleibt?
Zahlreiche Hitchhiking Trips in Mittel- und Südeuropa waren sehr besonders. Sich selbst verlieren in Zeitlosigkeit. Einfach an der Straße stehen oder an einem Ort sein, wo ein netter Einheimischer mich hingebracht hat und den ich mit Bus und Bahn nie sehen würde.
Einen Tipp, den du Reisenden in Estland geben möchtest?
In Tartu ist es ein wenig kompliziert ein komplett veganes Restaurant/Café zu finden. Aber ich würde Asian Chef (http://www.asianchef.ee/1/?lang=en) und Vilde Tervisekohvik (http://www.tervisekohvik.ee/eng/) empfehlen. In Tallinn gibt es verschiedene Orte, aber der beste ist das vegane Restaurant V: (http://veganrestoran.ee/)
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| Therese (22) aus Estland (Auf diesem Foto rettet sie gerade einen Frosch, der geradewegs in Richtung Straße unterwegs war.) |
Sonntag, 5. Oktober 2014
Vegan im Land der Fjorde - Norwegen
Dank supergünstiger Flüge hat es mich vor kurzem über ein Wochenende nach Norwegen verschlagen. Da ich allerdings nur drei Tage dort war und mich überwiegend von mitgebrachten Lebensmitteln ernährt habe, kann ich nur begrenzt etwas zum Thema Ernährung in diesem Land sagen.
Der Grund für die vielen mitgebrachten Lebensmittel: Wie so ziemlich jeder weiß, ist Norwegen ein ziemlich teures Land. Dort angekommen (ich war zum ersten Mal in Norwegen) war ich jedoch trotzdem etwas schockiert: 150 Kronen (ca. 18 €) für die billigste Pizza? Seriously? Und auch für das Gemüse und Obst im Supermarkt zahlt man schnell mal ein Vermögen. Habt ihr also nur begrenzt Geld zum Reisen, würde ich euch definitiv empfehlen etwas zum Essen mitzubringen.
Insbesondere Essen gehen ist wirklich unglaublich teuer und man wird gerne auch mal 40 € für eine normale Hauptmahlzeit in einem durchschnittlichen Restaurant los.
Falls ihr die Möglichkeit zum Selbstkochen habt: Wenigstens Reis und Kokosmilch sind bezahlbar (die Kokosmilch ist seltsamerweise mit 1,50 € sogar ein paar Cent günstiger wie in Lettland), daraus lässt sich also ein schönes Curry machen :)
Insgesamt hatte ich allerdings den Eindruck, dass Veganismus in Norwegen nicht ganz so unbekannt ist. Im Moment vergleiche ich es schnell mit Lettland, da ich hier gerade für ein Auslandssemester wohne. Und dagegen schneidet wohl fast jedes andere europäische Land gut an :) Zurück zum Thema: Natürlich ist der Veganismus in Norwegen nicht so weit wie in Deutschland und die norwegische Küche ist geprägt von Fisch, Fleisch und Milchprodukten. Aber ab und zu begegnen einem vegetarische oder vegane Burger oder andere als vegetarisch/vegan gekennzeichnete Mahlzeiten auf der Speisekarte.
Außerdem gibt es in ganz Norwegen eine Ladenkette mit dem Namen "life", welche ökologische Produkte verkauft. Wer es sich also leisten kann, kann hier auch Tofuwürstchen für ca. 8 € kaufen oder pflanzliche Milch. Es gibt hier eine gute Auswahl mit z. B. sogar Sesammilch. Die Preise sind meist ab 35 Kronen (ca. 4,30 €) aufwärts. Auch Tofutti "Creamy Smooth Morzarella Style Cheese" ist mir für vergleichsweise günstige 44 Kronen (ca. 5,40 €) begegnet. Ansonsten findet man im Sortiment alles querbeet: Von Quinoa über Schokolade, "besondere" Mehlarten (z. Kichererbsenmehl, ...), ... Wenn man genug Geld hat, lässt es sich sicher in Norwegen ganz gut vegan leben.
Und die Landschaft ist wirklich sehr schön. Gerade zu dieser Jahreszeit (Herbst) ist alles sehr farbenfroh und man kann viel Zeit draußen verbringen, da es noch nicht so kalt ist. Ich kann definitiv empfehlen auch mal die Stadt zu verlassen und sich in die Natur zu trauen. Das ist die eigentliche Sehenswürdigkeit Norwegens :)
Einen Tag habe ich allerdings auch in der Landeshauptstadt Oslo verbracht. Die Stadt ist ganz nett, viele nette Straßen mit gemütlich aussehenden Cafés, zum Teil futuristisch wirkende Gebäude und viele verschiedene Museen. Wer sich für (moderne) Architektur interessiert, sollte sich unbedingt die Oper anschauen.
Auch ein Besuch im Skulpturenpark kann ganz nett sein (mir persönlich hat es dort allerdings vorallem wegen den Blumen und der Natur gefallen =D). Einen schönen Blick über Oslo hat man in der Nähe der Festung Akershus. Hier einfach bis zum Restaurant hoch laufen und dann die Aussicht genießen!
Oslo hat außerdem auch einige vegetarische und vegane Restaurants. Hier lohnt sich ein Blick auf happycow.net. Ein alternativer Ort zum Essen ist "Blitz" in der Pilestredet 33E. Wikipedia beschreibt Blitz als anarchistische, kommunistische und soziale junge Gemeinschaft in Oslo. Ich habe gehört, dass ihr hier unter anderem veganes Essen für etwa 30 Kronen (ca. 3,70 €) bekommt. Das ist super, super günstig für Norwegen! Als wir dorthin wollten, war allerdings geschlossene Gesellschaft.
Weiterhin findet ihr auf Facebook einige Gruppen für Veganer in Oslo und auch für Norwegen allgemein. Zum Teil gibt es auch regelmäßige Treffen bei dem ihr den ein oder anderen norwegischen Veganer/Veganerin kennenlernen könnt!
Veganer in Oslo und Umgebung
Vegan in Oslo
Oslo Vegans
Vegan in Tromso
Veganer und Vegetarier in Bergen
Veganer und Vegetarier in Trondheim
Veganer in Norwegen
(Liste unvollständig)
Insgesamt ein sehr schönes Land dessen Besuch sich sicher lohnt... auch wenn es ein teures Vergnügen werden kann!
Der Grund für die vielen mitgebrachten Lebensmittel: Wie so ziemlich jeder weiß, ist Norwegen ein ziemlich teures Land. Dort angekommen (ich war zum ersten Mal in Norwegen) war ich jedoch trotzdem etwas schockiert: 150 Kronen (ca. 18 €) für die billigste Pizza? Seriously? Und auch für das Gemüse und Obst im Supermarkt zahlt man schnell mal ein Vermögen. Habt ihr also nur begrenzt Geld zum Reisen, würde ich euch definitiv empfehlen etwas zum Essen mitzubringen.
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| Selbst für eine Packung billige Nudeln kann man schnell 2 € bezahlen |
Insbesondere Essen gehen ist wirklich unglaublich teuer und man wird gerne auch mal 40 € für eine normale Hauptmahlzeit in einem durchschnittlichen Restaurant los.
Falls ihr die Möglichkeit zum Selbstkochen habt: Wenigstens Reis und Kokosmilch sind bezahlbar (die Kokosmilch ist seltsamerweise mit 1,50 € sogar ein paar Cent günstiger wie in Lettland), daraus lässt sich also ein schönes Curry machen :)
Insgesamt hatte ich allerdings den Eindruck, dass Veganismus in Norwegen nicht ganz so unbekannt ist. Im Moment vergleiche ich es schnell mit Lettland, da ich hier gerade für ein Auslandssemester wohne. Und dagegen schneidet wohl fast jedes andere europäische Land gut an :) Zurück zum Thema: Natürlich ist der Veganismus in Norwegen nicht so weit wie in Deutschland und die norwegische Küche ist geprägt von Fisch, Fleisch und Milchprodukten. Aber ab und zu begegnen einem vegetarische oder vegane Burger oder andere als vegetarisch/vegan gekennzeichnete Mahlzeiten auf der Speisekarte.
Außerdem gibt es in ganz Norwegen eine Ladenkette mit dem Namen "life", welche ökologische Produkte verkauft. Wer es sich also leisten kann, kann hier auch Tofuwürstchen für ca. 8 € kaufen oder pflanzliche Milch. Es gibt hier eine gute Auswahl mit z. B. sogar Sesammilch. Die Preise sind meist ab 35 Kronen (ca. 4,30 €) aufwärts. Auch Tofutti "Creamy Smooth Morzarella Style Cheese" ist mir für vergleichsweise günstige 44 Kronen (ca. 5,40 €) begegnet. Ansonsten findet man im Sortiment alles querbeet: Von Quinoa über Schokolade, "besondere" Mehlarten (z. Kichererbsenmehl, ...), ... Wenn man genug Geld hat, lässt es sich sicher in Norwegen ganz gut vegan leben.
Und die Landschaft ist wirklich sehr schön. Gerade zu dieser Jahreszeit (Herbst) ist alles sehr farbenfroh und man kann viel Zeit draußen verbringen, da es noch nicht so kalt ist. Ich kann definitiv empfehlen auch mal die Stadt zu verlassen und sich in die Natur zu trauen. Das ist die eigentliche Sehenswürdigkeit Norwegens :)
Einen Tag habe ich allerdings auch in der Landeshauptstadt Oslo verbracht. Die Stadt ist ganz nett, viele nette Straßen mit gemütlich aussehenden Cafés, zum Teil futuristisch wirkende Gebäude und viele verschiedene Museen. Wer sich für (moderne) Architektur interessiert, sollte sich unbedingt die Oper anschauen.
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| Die Oper von Oslo |
Auch ein Besuch im Skulpturenpark kann ganz nett sein (mir persönlich hat es dort allerdings vorallem wegen den Blumen und der Natur gefallen =D). Einen schönen Blick über Oslo hat man in der Nähe der Festung Akershus. Hier einfach bis zum Restaurant hoch laufen und dann die Aussicht genießen!
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| Skulpturenpark Oslo |
Oslo hat außerdem auch einige vegetarische und vegane Restaurants. Hier lohnt sich ein Blick auf happycow.net. Ein alternativer Ort zum Essen ist "Blitz" in der Pilestredet 33E. Wikipedia beschreibt Blitz als anarchistische, kommunistische und soziale junge Gemeinschaft in Oslo. Ich habe gehört, dass ihr hier unter anderem veganes Essen für etwa 30 Kronen (ca. 3,70 €) bekommt. Das ist super, super günstig für Norwegen! Als wir dorthin wollten, war allerdings geschlossene Gesellschaft.
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| Sicher nicht jedermanns Geschmack: "Blitz" in Oslo |
Weiterhin findet ihr auf Facebook einige Gruppen für Veganer in Oslo und auch für Norwegen allgemein. Zum Teil gibt es auch regelmäßige Treffen bei dem ihr den ein oder anderen norwegischen Veganer/Veganerin kennenlernen könnt!
Veganer in Oslo und Umgebung
Vegan in Oslo
Oslo Vegans
Vegan in Tromso
Veganer und Vegetarier in Bergen
Veganer und Vegetarier in Trondheim
Veganer in Norwegen
(Liste unvollständig)
Insgesamt ein sehr schönes Land dessen Besuch sich sicher lohnt... auch wenn es ein teures Vergnügen werden kann!
Donnerstag, 18. September 2014
Der Münchener Katzentempel
Wart ihr schon einmal in München? Gefühlt war immer schon jeder dort außer ich. Aber das habe ich letzten Monat auch nachgeholt :)
Vor einiger Zeit habe ich mal gelesen, dass es ein Café gibt, indem Katzen frei herumlaufe und sich überall hinlegen können... auch auf oder neben dich ;) Und dann fiel mir ein: Das war doch in München! Und das Beste: Das Café Katzentempel ist fast 100 % vegan. Nur die Milch im Kaffee ist laut happycow.net noch unvegan. Also war schon mal sicher, in welches Café wir gehen würden.
Nachdem wir dreimal dran vorbei gelaufen sind (keine Sorge, eigentlich ist es nicht so unauffällig. Schlecht nur, wenn man sich die falsche Hausnummer gemerkt hat ;)), kamen wir doch noch an.
Das Café machte einen supergemütlichen Eindruck und auch die Bedienung war sehr freundlich. Nach kurzer Zeit bekamen wir bereits unseren bestellten Kuchen. Und der konnte optisch schon einmal absolut überzeugen, da er echt schön angerichtet war. Mit Sahne kostete er 4 €. Nicht supergünstig, aber okay. Erst recht, wenn man bedenkt, dass das Café durch die Katzen noch Zusatzkosten hat. Außerdem spendet das Café jährlich einen Teil der Gewinne an Tierschutzorganisationen und setzt sich auch sonst sehr für Tierschutz ein.
Neben Kaffee und Kuchen bietet das Café noch leckere Smoothies, darunter auch grüne sowie einige Hauptgerichte, oft auch mit Vollkorn- oder Dinkelmehl statt normalem Weizenmehl zubereitet.
Leider traute sich keine Katze zu uns, sie verkrochen sich eher. Allerdings finde ich es gut, dass die Katzen einen Rückzugsraum haben und einfach gehen können, wenn die keine Lust auf die Cafébesucher haben. Die Menükarte enthält ebenfalls Verhaltensregeln im Umgang mit den Katzen wie zum Beispiel keine Fotos mit Blitzlicht machen, Katzen nicht verfolgen und anderes.
Laut Website (www.katzentempel.de) finden des Öfteren auch Veranstaltungen wie Lesungen oder auch "Speeddating für Tierfreunde" statt. Leider ist die Website hier nicht ganz so aktuell gehalten. Wer dafür von zuhause aus schon einmal einen Blick auf die Speisekarte werfen will, kann dies auf der Webseite tun. Außerdem sind die aktuellen Tagesgerichte einsehbar und ihr könnt euch schon mal einen Überblick über die Tempelkatzen Ayla, Gizmo, Balou, Jack, Robyn & Saphira verschaffen :)
Ich würde dort auf jeden Fall wieder hingehen. Eine sehr schöne Idee mit netter Atmosphäre und leckerem Essen.
Öffnungszeiten:
Montag: Ruhetag
Dienstag - Freitag: 11.00 - 20.00 Uhr
Samstag: 10.00 - 20.00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 10.00 - 18.00 Uhr
Anfahrt:
Vom Hauptbahnhof mit der U4 oder U5 zum Odeonsplatz. Hier umsteigen in die U3 oder U6 und weiter bis zur Haltestelle "Universität". Den Ausgang Richtung Schellingstraße nehmen und diese entlanglaufen. Dann in die übernächste Straße (Türkenstraße) abbiegen. Auf der rechten Seite findet ihr bei Hausnummer 29 den Katzentempel.
Da es wenig Parkmöglichkeiten gibt, ist die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu empfehlen!
Vor einiger Zeit habe ich mal gelesen, dass es ein Café gibt, indem Katzen frei herumlaufe und sich überall hinlegen können... auch auf oder neben dich ;) Und dann fiel mir ein: Das war doch in München! Und das Beste: Das Café Katzentempel ist fast 100 % vegan. Nur die Milch im Kaffee ist laut happycow.net noch unvegan. Also war schon mal sicher, in welches Café wir gehen würden.
Nachdem wir dreimal dran vorbei gelaufen sind (keine Sorge, eigentlich ist es nicht so unauffällig. Schlecht nur, wenn man sich die falsche Hausnummer gemerkt hat ;)), kamen wir doch noch an.
Das Café machte einen supergemütlichen Eindruck und auch die Bedienung war sehr freundlich. Nach kurzer Zeit bekamen wir bereits unseren bestellten Kuchen. Und der konnte optisch schon einmal absolut überzeugen, da er echt schön angerichtet war. Mit Sahne kostete er 4 €. Nicht supergünstig, aber okay. Erst recht, wenn man bedenkt, dass das Café durch die Katzen noch Zusatzkosten hat. Außerdem spendet das Café jährlich einen Teil der Gewinne an Tierschutzorganisationen und setzt sich auch sonst sehr für Tierschutz ein.
Neben Kaffee und Kuchen bietet das Café noch leckere Smoothies, darunter auch grüne sowie einige Hauptgerichte, oft auch mit Vollkorn- oder Dinkelmehl statt normalem Weizenmehl zubereitet.
Leider traute sich keine Katze zu uns, sie verkrochen sich eher. Allerdings finde ich es gut, dass die Katzen einen Rückzugsraum haben und einfach gehen können, wenn die keine Lust auf die Cafébesucher haben. Die Menükarte enthält ebenfalls Verhaltensregeln im Umgang mit den Katzen wie zum Beispiel keine Fotos mit Blitzlicht machen, Katzen nicht verfolgen und anderes.
Laut Website (www.katzentempel.de) finden des Öfteren auch Veranstaltungen wie Lesungen oder auch "Speeddating für Tierfreunde" statt. Leider ist die Website hier nicht ganz so aktuell gehalten. Wer dafür von zuhause aus schon einmal einen Blick auf die Speisekarte werfen will, kann dies auf der Webseite tun. Außerdem sind die aktuellen Tagesgerichte einsehbar und ihr könnt euch schon mal einen Überblick über die Tempelkatzen Ayla, Gizmo, Balou, Jack, Robyn & Saphira verschaffen :)
Ich würde dort auf jeden Fall wieder hingehen. Eine sehr schöne Idee mit netter Atmosphäre und leckerem Essen.
Öffnungszeiten:
Montag: Ruhetag
Dienstag - Freitag: 11.00 - 20.00 Uhr
Samstag: 10.00 - 20.00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 10.00 - 18.00 Uhr
Anfahrt:
Vom Hauptbahnhof mit der U4 oder U5 zum Odeonsplatz. Hier umsteigen in die U3 oder U6 und weiter bis zur Haltestelle "Universität". Den Ausgang Richtung Schellingstraße nehmen und diese entlanglaufen. Dann in die übernächste Straße (Türkenstraße) abbiegen. Auf der rechten Seite findet ihr bei Hausnummer 29 den Katzentempel.
Da es wenig Parkmöglichkeiten gibt, ist die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu empfehlen!
Sonntag, 7. September 2014
Puglia vegana - Eine vegane Reise durch Apulien
Apulien hat so einige regionale Spezialitäten. Von Tarallini (oder in größerer Ausführung Taralli) hatte ich zum Beispiel vor meiner Reise noch nie gehört, aber dann sind sie mir auf meiner Reise immer wieder begegnet. Egal ob am Souvenirstand oder im Discounter: Überall findet ihr kleine, keksartige Ringe. Tarallini können sowohl süß als auch salzig sein. Dabei gibt es Geschmacksrichtungen wie zum Beispiel Fenchel, Pistazie, Peperoni, Mandel, Erdbeere, Rosmarin, Zwiebel oder auch einfach nur mit Salz. Der Fantasie sind hier allerdings fast keine Grenzen gesetzt ;) Und das Beste: Tarallini sind in der Regel vegan :)
Süßes ist immer gut. Gibt es noch etwas anderes außer süße Tarallini? Im Salento, dem Stiefelabsatz, gibt es das bekannte Cupeta salentina. Hierbei handelt es sich um eine Mandel-Karamell-Mischung. Das Karamell wird aber praktischerweise ohne Butter oder ähnliches gemacht, sondern nur aus Zucker und Wasser.
Wer im Salento ist, sollte sich außerdem unbedingt die schönen Strände anschauen! Das Wasser ist unglaublich klar, türkisblau und einfach wunderschön! Mein Lieblingsstrand war an der Baia Verde bei Gallipoli :) Auch Gallipoli selbst ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Ebenso wie die Städte Otranto und Santa Maria di Leuca.
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| Die Bucht von Otranto |
Falls es euch dann mal in die Provinzhauptstadt Lecce verschlägt, solltet ihr euch auf keinen Fall den veganen Kebab entgehen lassen. Ja, ihr habt richtig gelesen, auch in Italien gibt es ab und zu solche Leckereien :) Die Piadina Salentina ist direkt beim Piazza Sant Oronzo. Wenn ihr Lecce besichtigt, solltet ihr also an diesem mitten in der Stadt gelegenen Platz zwangsläufig vorbeikommen. Bereits von außen könnt ihr lesen, dass es hier veganen Kebab gibt... und nach kurzer Zubereitungszeit dürft ihr ihn dann auch in eurer Hand halten ;)
Außerdem habe ich durch Zufall ein Restaurant mit dem Namen "Vita" in Lecce gefunden, welches viele vegane und vegetarische Optionen hat. Neben einem veganen Hamburger, gibt es auch weniger Fastfood-hafte Hauptgerichte und natürlich immer am besten: Vegane Desserts :) Es ist alles schön als vegan auf der Speisekarte markiert und als ich dort war, hatten sie auch außen an die Restaurant-Tafel dick und fett geschrieben, dass sie vegane Gerichte haben. Leider hatte ich keine Gelegenheit mehr dorthin zu gehen, allerdings sah es ganz nett aus.
Wer im Sommer kommt, braucht allerdings sicher mal etwas Abkühlung. Dazu gibt es einen riesigen Granita-Stand am Beginn der Fußgängerzone (aus Richtung Bahnhof kommend). Granita ist bei uns eher als "Slush-Eis" bekannt. Im Gegensatz zu Deutschland erwarten euch hier allerdings nicht nur drei künstlich schmeckende, gefärbte Getränke: An dem erwähnten Stand gibt es schätzungsweise mehr als 20 Sorten. Dabei ist von den typischen Sorten Zitrone und Kaffee bis zu außergewöhnlicheren Sorten wie zum Beispiel Kiwi alles dabei. Ich empfehle die Sorte mandorla (Mandel), die war wirklich extrem lecker! Granita wird euch übrigens fast überall (zumindest in Süditalien) begegnet. In fast jeder Eisdiele findet ihr neben normalem Eis Granita, mal mehr und mal weniger gut. Der Stand in Lecce ist aber mit Abstand der größte, den ich auf meiner Reise gesehen habe. Und auch geschmacklich konnte er überzeugen, da die Sorten, die ich probiert habe, ganz und gar nicht künstlich geschmeckt haben!
Wie wäre es ansonsten mit einem Eis? Wie in meinem http://www.bindannmalveg.de/blog/vegan-zwischen-pizza-pasta-co/anderen Beitrag über Italien allgemein schon erwähnt, ist das Fruchteis oft vegan und manchmal sieht man sogar Sojaeis. So zum Beispiel in Otranto in einer Gelateria nahe am Meer und mitten in der Fußgängerzone. Hier gab es Soja-Schokoeis und Soja-Nusseis.
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| Mango-Rosa Pfeffer & Limette-Avocado |
Und nicht nur wegen dem Eis lohnt sich ein Besuch in der Stadt Polignano A Mare, die malerisch auf Felsen gebaut ist. Die Stadt ist wunderschön und hat definitiv zu meinem Lieblingsorten auf meiner Reise gehört. Zwar ist sie nicht sonderlich groß, glänzt aber durch Gemütlichkeit und wunderschönen Aussichtspunkten sowie natürlich dem Strand. Polignano liegt an der Bahnstrecke Bari-Lecce und ist von Bari aus in ca. 20 - 30 Minuten erreichbar.
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| Polignanos Strand |
Eine weitere regionale Spezialität ist Frisa (in anderen Teilen Italiens auch Frisella genannt). Dabei handelt es sich um eine Art "Brötchen" was mit Wasser getränkt werden muss. Entgegen meiner Vorstellung wird es dann nicht eklig aufgeweicht, sondern ist immer noch relativ hart. Oft drückt man nun darauf Tomaten aus und fügt Olivenöl und eventuell noch Artischocken hinzu.
Außerdem verfügt Apulien über eine lange Tradition der Bruschetta (sprich "Brusketta"). Bruschetta werden die meisten wahrscheinlich schon kennen (... nur habe ich es zumindest immer falsch ausgesprochen ;)). Für die Unwissenden: Bruschetta ist Brot mit einfachen "Belägen" wie Tomate, Basilikum, Olivenöl oder Knoblauch und eine typisch italienische antipasti (Vorspeise).
Wer weitere lokale Ratschläge sucht, dem sei die Facebook-Gruppe "Veggies - Vegani e Vegetariani della Puglia" empfohlen. Außerdem treffen sich die Mitglieder dieser Gruppe regelmäßig, um zum Beispiel gemeinsam essen zu gehen. Also eine super Gelegenheit, um neue, nette Leute kennenzulernen :)
Adressen
Veganer Kebab Lecce: Piadina Salentina, Via Vito Fazzi 2, Lecce
Vegan-vegetarisches Restaurant Lecce: Vita, Via XXV Luglio 59, Lecce
Veganes Sojaeis Otranto: An der Ecke der Via Rondachi und der Via Basilica, wenn ich mich richtig erinnere
Gelateria Caruso Polignano: Via Matiri di Dogali 3, Polignano A Mare
Veganes Essen in Italien allgemein
Veggies - Vegani e Vegetariani della Puglia (Facebook-Gruppe)
Samstag, 16. August 2014
Vegan zwischen Pizza, Pasta & Co.
Wie ich schon am Rande erwähnt habe, bin ich vor kurzem durch Süditalien gereist. Ich habe viele tolle Leute kennengelernt, wunderschöne Orte gesehen und eine tolle Zeit gehabt. Und natürlich habe ich mich dort auch als Veganer durchgeschlagen und kann ein paar Reisetipps geben :)
Um veganes Essen braucht ihr euch in Italien nicht allzuviele Sorgen machen, da es wirklich viele tolle Sachen gibt. Sowohl im Supermarkt als auch unterwegs.
In Bäckereien (also einer Paneterria oder Panificio) findet man oft Foccacia. Oder ihr schaut gleich in einer Foccaceria. Foccacia ist zwar nicht sonderlich gesund, aber immer seeeeehr lecker, auch wenn sie nur aus sehr simplen Zutaten besteht. Typischerweise besteht eine Foccacia aus einem Hefeteig, der mit Olivenöl bestrichen wird und mit Cocktailtomaten und Kräutern belegt wird. Manchmal haben wir jedoch auch Foccacia mit Paprika, Zuccchini oder Auberginen entdeckt. In Bari zum Beispiel gibt es diese verschiedenen Sorten in der Panificio Milanese di Visaggio Tobia an der Kreuzung der Via Quintino Sella und der Via A. Gimma. Yummy! Häufig findet ihr die Foccacia in kreisrunder Form. Auf Nachfrage ist es problemlos möglich nur un quarto (ein Viertel) zu kaufen.
Pizzarien gibt es natürlich auch zahlreiche. Praktisch: Oft gibt es schon eine vegane Pizza, die auf der Karte steht, nämlich die Pizza Marina. Hier wird nur Tomatensoße, Olivenöl und Knoblauch als Belag verwendet. Besonders oft findet ihr Pizza übrigens in der Heimat der Pizza: Napoli! Wir haben hier auch die bei happycow.net empfohlene Pizzeria da Michele ausgetestet. Die Pizzeria ist bereits über 100 Jahre alt und man kann die Pizzabäcker bei ihrer Arbeit beobachten, das heißt ihr seht wie die Pizza geformt, belegt und im Steinofen gebacken wird. Fazit: Die Pizza hat mir sehr gut geschmeckt, aber die Wartezeit... na ja =/ Wir haben im Restaurant fast 40 Minuten auf unsere Pizza gewartet, während andere Gäste (insbesondere die, die Pizza zum Mitnehmen bestellt haben) vor uns drankamen. Auch die Atmosphäre ist nicht sehr einladend. Daher würde ich demnächst doch eher eine Pizza zum Mitnehmen dort holen. Als wir um ca. 21 Uhr nach draußen sind, haben übrigens schon ca. 20 Leute darauf gewartet einen Platz in der Pizzeria zu bekommen.
Außerdem habt ihr in Italien natürlich auch eine super Auswahl an Gemüse und Obst von der wir in Deutschland nur träumen können. Gemüse & Obst in allen möglichen Farben und Formen! Wir haben das Gemüse meist in den zahlreichen Gemüse- und Obstläden zu einem total günstigen Preis gekauft. Dabei findet man auch das ein oder andere Mal Gemüsesorten, die wir in dieser Form in Deutschland nicht kennen:
Und natürlich warten auch (je nach Jahreszeit) zahlreiche Obstbäume auf euch: Feigen, Birnen, Zitronen, Limetten, Äpfel, ... Ab und zu stehen sie auch in Städten am Straßenrand, sodass ihr euch einfach etwas abpflücken könnt. Die Amalfi-Küste und Sorrento (bei Napoli) sind außerdem bekannt für ihre großen limoni (Zitronen). Und die sind echt unglaublich groß!
Frische Mandeln oder Kokosnuss bekommt ihr auch oft am Strand angeboten. Süßigkeiten aus dem Supermarkt? In fast jedem Supermarkt sind uns Haferkekse (meist in den Richtungen Klassik, Krokant und Frucht) begegnet, die gut schmecken. Außerdem ist Italien für seine Eisdielen bekannt... und auch hier kommt ihr meistens auf eure Kosten. Ab und zu begegnet einem Sojaeis, ansonsten ist das Fruchteis meistens vegan. Am besten kurz fragen, ob das Eis senza latte (= ohne Milch) ist, dann geben die Verkäufer gerne Auskunft. Weiterhin gibt es wirklich oft Granita (in Deutschland Slush-Eis genannt). Während es das in Deutschland oft nur in künsttlichem Blau oder Rot gibt, gibt es in Italien oft viele verschiedene Sorten... und sie schmecken nicht so künstlich ;) Ich habe mich in Granita di Mandorla verliebt!
Und auch im Supermarkt ist es nicht schwer Eis zu finden. Zwar ist das Eis relativ teuer (ca. 4 - 5 €), aber das entspricht dem italienischen Durchschnitt, d. h. das vegane Eis ist nicht teurer wie Milcheis. Nur im Supermarkt Penny haben wir leckeres veganes Eis gefunden, was richtig günstig war (2 - 2,50 €). Ansonsten findet ihr oft verschiedene Eissorten von Valsoia. (Welches übrigens ironischerweise in Italien, wo es produziert wird, teurer ist, als in Deutschland, wo es auch ab und zu bei z. B. Edeka verkauft wird.)
Von Valsoia gibt es auch allgemein sehr viele vegane Produkte in Italien. Darunter auch ein sehr leckerer Schokoaufstrich, der mich sehr an Nutella erinnert hat. Auch mit Soja-, Reis- oder Mandelmilch bzw. -sahne werdet ihr keine Probleme haben, das ist leicht zu finden und nicht allzuteuer. Empfehlenswert ist außerdem der supergünstige vegane Frischkäse von Valsoia! Meistens bekommt man ihn für 1,50 - 2,00 €. Ich habe nur die Sorte "natur" probiert, aber uns sind auch mal die Sorten Kräuter und Birne(?!) begegnet. Sojajoghurt werdet ihr wahrscheinlich ebenso einfacher finden als in Deutschland. Oft ebenfalls von Valsoia, aber auch von z. B. Sojasun. Im Supermarkt Carrefour findet ihr außerdem Tofu, ein bisschen Fleischersatz und z. B. Hummus.
Und welche Orte sind meiner Meinung nach sehenswert? Ich habe mich die meiste Zeit in Apulien aufgehalten: Im Salento (das ist der Stiefelabsatz) habe ich eine Freundin besucht, dann ging es langsam in Richtung Norden über Bari zum Nationalpark Gargano. Am Ende habe ich noch einige Zeit in Kampanien (die Region in und um Neapel) verbracht.
Dabei hat es mir am besten im Salento gefallen (wunderschöne Strände!), aber auch in Polignano A Mare (bei Bari) und am Ende am Vesuvio. (Es ist für mich immer noch irritierend, dass wir im Deutschen die Ortsnamen verändern. Wieso aus Vesusvio Vesuv machen und aus Sorrento Sorrent? Einen Buchstaben mehr können wir doch auch noch sprechen :) Daher versuche ich mal bei den Orginalnamen zu bleiben.) Über Apulien werde ich noch einen weiteren Blogbeitrag schreiben, daher hebe ich mir an dieser Stelle die vielen Worte dafür auf :) Der Vesuvio ist der erste Vulkan, der mir in meinem Leben begegnet ist und man hatte einfach einen spektakulären Ausblick auf Napoli! Das würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen! Und Glück gehabt: Ausgebrochen ist er auch nicht, als wir dort herumgelaufen sind ;)
Einen speziellen Blogbeitrag über die Region Apulien findet ihr hier :)
Adressen
Pizzeria da Michele: Via Cesare Sersale 1, Napoli
Panificio Milanese di Visaggio: An der Kreuzung der Via Quintino Sella und der Via A. Gimma, Bari
Um veganes Essen braucht ihr euch in Italien nicht allzuviele Sorgen machen, da es wirklich viele tolle Sachen gibt. Sowohl im Supermarkt als auch unterwegs.
In Bäckereien (also einer Paneterria oder Panificio) findet man oft Foccacia. Oder ihr schaut gleich in einer Foccaceria. Foccacia ist zwar nicht sonderlich gesund, aber immer seeeeehr lecker, auch wenn sie nur aus sehr simplen Zutaten besteht. Typischerweise besteht eine Foccacia aus einem Hefeteig, der mit Olivenöl bestrichen wird und mit Cocktailtomaten und Kräutern belegt wird. Manchmal haben wir jedoch auch Foccacia mit Paprika, Zuccchini oder Auberginen entdeckt. In Bari zum Beispiel gibt es diese verschiedenen Sorten in der Panificio Milanese di Visaggio Tobia an der Kreuzung der Via Quintino Sella und der Via A. Gimma. Yummy! Häufig findet ihr die Foccacia in kreisrunder Form. Auf Nachfrage ist es problemlos möglich nur un quarto (ein Viertel) zu kaufen.
Pizzarien gibt es natürlich auch zahlreiche. Praktisch: Oft gibt es schon eine vegane Pizza, die auf der Karte steht, nämlich die Pizza Marina. Hier wird nur Tomatensoße, Olivenöl und Knoblauch als Belag verwendet. Besonders oft findet ihr Pizza übrigens in der Heimat der Pizza: Napoli! Wir haben hier auch die bei happycow.net empfohlene Pizzeria da Michele ausgetestet. Die Pizzeria ist bereits über 100 Jahre alt und man kann die Pizzabäcker bei ihrer Arbeit beobachten, das heißt ihr seht wie die Pizza geformt, belegt und im Steinofen gebacken wird. Fazit: Die Pizza hat mir sehr gut geschmeckt, aber die Wartezeit... na ja =/ Wir haben im Restaurant fast 40 Minuten auf unsere Pizza gewartet, während andere Gäste (insbesondere die, die Pizza zum Mitnehmen bestellt haben) vor uns drankamen. Auch die Atmosphäre ist nicht sehr einladend. Daher würde ich demnächst doch eher eine Pizza zum Mitnehmen dort holen. Als wir um ca. 21 Uhr nach draußen sind, haben übrigens schon ca. 20 Leute darauf gewartet einen Platz in der Pizzeria zu bekommen.
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| Riesige Pizzen für uns :) |
Außerdem habt ihr in Italien natürlich auch eine super Auswahl an Gemüse und Obst von der wir in Deutschland nur träumen können. Gemüse & Obst in allen möglichen Farben und Formen! Wir haben das Gemüse meist in den zahlreichen Gemüse- und Obstläden zu einem total günstigen Preis gekauft. Dabei findet man auch das ein oder andere Mal Gemüsesorten, die wir in dieser Form in Deutschland nicht kennen:
Und natürlich warten auch (je nach Jahreszeit) zahlreiche Obstbäume auf euch: Feigen, Birnen, Zitronen, Limetten, Äpfel, ... Ab und zu stehen sie auch in Städten am Straßenrand, sodass ihr euch einfach etwas abpflücken könnt. Die Amalfi-Küste und Sorrento (bei Napoli) sind außerdem bekannt für ihre großen limoni (Zitronen). Und die sind echt unglaublich groß!
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| Der erste Limettenbaum, den ich in meinem Leben gesehen habe :) |
Frische Mandeln oder Kokosnuss bekommt ihr auch oft am Strand angeboten. Süßigkeiten aus dem Supermarkt? In fast jedem Supermarkt sind uns Haferkekse (meist in den Richtungen Klassik, Krokant und Frucht) begegnet, die gut schmecken. Außerdem ist Italien für seine Eisdielen bekannt... und auch hier kommt ihr meistens auf eure Kosten. Ab und zu begegnet einem Sojaeis, ansonsten ist das Fruchteis meistens vegan. Am besten kurz fragen, ob das Eis senza latte (= ohne Milch) ist, dann geben die Verkäufer gerne Auskunft. Weiterhin gibt es wirklich oft Granita (in Deutschland Slush-Eis genannt). Während es das in Deutschland oft nur in künsttlichem Blau oder Rot gibt, gibt es in Italien oft viele verschiedene Sorten... und sie schmecken nicht so künstlich ;) Ich habe mich in Granita di Mandorla verliebt!
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| Zwar nicht vegan, aber ich fand die Sorte sehr amüsant -> "Tomatenbrot" |
Und auch im Supermarkt ist es nicht schwer Eis zu finden. Zwar ist das Eis relativ teuer (ca. 4 - 5 €), aber das entspricht dem italienischen Durchschnitt, d. h. das vegane Eis ist nicht teurer wie Milcheis. Nur im Supermarkt Penny haben wir leckeres veganes Eis gefunden, was richtig günstig war (2 - 2,50 €). Ansonsten findet ihr oft verschiedene Eissorten von Valsoia. (Welches übrigens ironischerweise in Italien, wo es produziert wird, teurer ist, als in Deutschland, wo es auch ab und zu bei z. B. Edeka verkauft wird.)
Von Valsoia gibt es auch allgemein sehr viele vegane Produkte in Italien. Darunter auch ein sehr leckerer Schokoaufstrich, der mich sehr an Nutella erinnert hat. Auch mit Soja-, Reis- oder Mandelmilch bzw. -sahne werdet ihr keine Probleme haben, das ist leicht zu finden und nicht allzuteuer. Empfehlenswert ist außerdem der supergünstige vegane Frischkäse von Valsoia! Meistens bekommt man ihn für 1,50 - 2,00 €. Ich habe nur die Sorte "natur" probiert, aber uns sind auch mal die Sorten Kräuter und Birne(?!) begegnet. Sojajoghurt werdet ihr wahrscheinlich ebenso einfacher finden als in Deutschland. Oft ebenfalls von Valsoia, aber auch von z. B. Sojasun. Im Supermarkt Carrefour findet ihr außerdem Tofu, ein bisschen Fleischersatz und z. B. Hummus.
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| Pflanzenmilch-Auswahl in einem kleinen Supermarkt |
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| Veganer Frischkäse |
Und welche Orte sind meiner Meinung nach sehenswert? Ich habe mich die meiste Zeit in Apulien aufgehalten: Im Salento (das ist der Stiefelabsatz) habe ich eine Freundin besucht, dann ging es langsam in Richtung Norden über Bari zum Nationalpark Gargano. Am Ende habe ich noch einige Zeit in Kampanien (die Region in und um Neapel) verbracht.
Dabei hat es mir am besten im Salento gefallen (wunderschöne Strände!), aber auch in Polignano A Mare (bei Bari) und am Ende am Vesuvio. (Es ist für mich immer noch irritierend, dass wir im Deutschen die Ortsnamen verändern. Wieso aus Vesusvio Vesuv machen und aus Sorrento Sorrent? Einen Buchstaben mehr können wir doch auch noch sprechen :) Daher versuche ich mal bei den Orginalnamen zu bleiben.) Über Apulien werde ich noch einen weiteren Blogbeitrag schreiben, daher hebe ich mir an dieser Stelle die vielen Worte dafür auf :) Der Vesuvio ist der erste Vulkan, der mir in meinem Leben begegnet ist und man hatte einfach einen spektakulären Ausblick auf Napoli! Das würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen! Und Glück gehabt: Ausgebrochen ist er auch nicht, als wir dort herumgelaufen sind ;)
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| Entspannen am Vesuvio |
Adressen
Pizzeria da Michele: Via Cesare Sersale 1, Napoli
Panificio Milanese di Visaggio: An der Kreuzung der Via Quintino Sella und der Via A. Gimma, Bari
Freitag, 13. Juni 2014
Nützlicher Helfer für die Reise: Vegan Passport
Von dem Vegan Passport habe ich bereits vor einiger Zeit erfahren. Und da es mich bald ins Ausland verschlägt, dachte ich, es wäre eine gute Gelegenheit ihn anzuschaffen.
Was darf man sich denn unter einem "Vegan Passport" vorstellen? Wozu ist er gut?
Was darf man sich denn unter einem "Vegan Passport" vorstellen? Wozu ist er gut?
Ganz einfach: Mithilfe des Vegan Passports könnt ihr in insgesamt 74 Sprachen erklären, dass ihr Veganer seid. Dabei sind nicht nur die Standardsprachen, sondern auch etwas ausgefallenere wie Baskisch oder Tigrinya. (Wer sich jetzt auch - wie ich - gefragt hat, wo man Tigrinya spricht: In dem afrikanischen Staat Eritrea :)) Insgesamt sollte man mithilfe dieses Buches mit 95 % der Weltbevölkerung kommunizieren können.
Diesen Sommer gehe ich nach Italien, italienisch ist natürlich auch enthalten. Aber ich glaube dort funktioniert die Verständigung zu Not mit Spanisch oder Englisch. Schwieriger wird es schon mit dieser Sprache: Es esmu stingrs veìetârietis. Na, welche Sprache ist es? Lettisch für "Ich bin Veganer"! Da ich bald für ein halbes Jahr nach Riga gehe, keinerlei Lettisch spreche und außerhalb von Riga wohl eher weniger Englisch gesprochen wird, ist dieses Büchlein sicherlich hilfreich.
Am Anfang des Buches findet ihr eine Weltkarte auf der dargestellt ist, wo welche Sprache gesprochen wird. Weiterhin gibt es eine Einführung, wie der Vegan Passport genutzt werden soll. Wenn ihr in ein Restaurant geht, sollte man lieber nicht versuchen die Sprache auszusprechen, sondern dem Personal das Büchlein zum Lesen geben. Klingt sinnvoll, wenn ich an den lettischen Satz denke. Ich habe nämlich keine Ahnung wie man den ausspricht ;)
Nachfolgend gibt es je Sprache eine Seite. Dort wird genau beschrieben, was Veganer nicht essen und positiverweise auch, was sie denn essen. Das heißt vor der Frage "Was kannst du denn dann noch essen?" bist du auch erstmal gerettet :) Schließlich noch ein Hinweis, dass auch kein tierisches Fett zum Braten benutzt werden soll und dass statt z. B. Hühnerbrühe Gemüsebrühe benutzt werden sollte.
Falls alles schief geht, findet ihr am Ende noch ein kleines Bildwörterbuch mit dem ihr erklären könnt, was ihr esst und was nicht. Außerdem sind Übersetzungen für das Wort "Vegan Airline Meal Code" angegeben. Ich bin mir allerdings nicht so sicher, ob die deutsche Übersetzung "Spezialmenü-Buchungscode" so treffend ist. Auch wenn es ein Spezialmenü ist: Hier ist ja nicht mal mehr das Wort "vegan" enthalten.
Ansonsten macht das Büchlein allerdings einen sehr guten Eindruck. Die Größe (A6) ist auch praktisch, er sollte also überall reinpassen. Nun bin ich schon gespannt auf den ersten Einsatz :)
Leider ist das Buch im Moment nicht so einfach zu finden. Ich habe es schließlich bei Roots of Compassion bestellt. Normalerweise ist es wohl auch bei PETA zu erwerben, allerdings ist es im Moment ausverkauft. Es existiert aber auch eine Online-Version des Buches. Da ich allerdings davon ausgehe, dass ich noch öfter in der Welt unterwegs sein werde, habe ich mich für die Printversion entschieden :)
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